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Seniorenakademie Hoyerswerda e. V.

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Rossendorf am 04.07.2010 - “SENAK hochfeld-magnetisch angezogen”

Am 04.07.2010 war es wieder einmal soweit: Die Seniorenakademie Hoyerswerda schwärmte aus. Diesmal ging es zum Tag des offenen Labors ins Forschungszentrum Dresden Rossendorf. Bei strahlendem Sonnenschein und brütender Hitze ließen wir es uns nicht nehmen, verschiedene Labors auf dem riesigen Gelände zu besichtigen.

Ziel der dort ansässigen Institute ist, langfristig ausgerichtete Spitzenforschung in gesellschaftlich relevanten Gebieten wie Energie, Gesundheit und Schlüsseltechnologien zu leisten. Im Mittelpunkt stehen hier, wie man Mensch und Umwelt vor technischen Risiken schützt, wie Tumorerkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden können oder sich die Materie unter dem Einfluss hoher Felder und in kleinsten Dimensionen verhält. Dieses größte Forschungsinstitut in Sachsen verfügt über ein Budget von 70 Millionen Euro und beschäftigt ca. 750 Mitarbeiter.

Im Radiopharmazeutischen Zentrum konnte man sich z. B. über die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) informieren, welche auf der Gabe von radioaktiven Arzneimitteln basiert, deren Strahlung von außen mit Detektoren verfolgt und gemessen werden kann. Die Herstellung dieser Mittel muss unter keimfreien Verhältnissen erfolgen; die Mitarbeiter haben dazu helle Schutzanzüge an, so dass sie richtig vermaskeriert aussehen.

Genauso beeindruckend war das Hochfeld-Magnetlabor. Hier steht man europaweit an der Spitze bei der Erzeugung von Magnetfeldern. Es wird geforscht, wie sich die Eigenschaften von Elektronen in Metallen unter hohen Magnetfeldern verändern, wenn man sie dabei noch stark abkühlt. Wussten Sie schon, dass es Werkstoffe gibt, die verlustfrei Strom leiten, wenn sie nur tief genug gekühlt sind? Ziel in diesem Labor ist die Erreichung eines Magnetfeldes von 100 Tesla (vereinfacht phys. Einheit für die Stärke des Magnetfeldes) – das ist das Zweieinhalbmillionenfache des Erdmagnetfeldes – das Rätsel um heute noch nicht verstandene Materialien zu entschlüsseln. Das Labor steht weltweit als Serviceeinrichtung zur Verfügung und ist auf Weltrekord-Kurs.

Um hier alle Labore zu durchforsten und vieles zu verstehen, ist ein einziger Tag absolut nicht ausreichend. Wir als SENAK haben zwar nur einen kleinen Anteil der ca. 6000 Besucher gebildet, aber viel neues Wissen mit nach Hause genommen. Wir freuen uns auf einen nächsten Tag des offenen Labors im Jahre 2012.

 

Ein Blick in die Zukunft am 22.06.2010 - “und welche Fragen!”

Zum Juniseminar der Seniorenakademie Hoyerswerda stand wieder – wie es sich zeigte – ein brisantes Thema an: „Die Entwicklung im Nordraum des Kreises Bautzen“. Dazu war Udo Witschas, Bürgermeister der Gemeinde Lohsa eingeladen, uns seine Sicht auf dieses Thema nahe zu bringen. Viele Dinge, die er zur Sprache brachte, sind uns so nicht geläufig und eher ein „Dschungel“ – so z.B. auch die Schulentwicklung bei der sich abzeichnenden Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde und der Region – und auch den geltenden „Schulgesetzen“.

Doch welche Entscheidungen im weitesten Sinne auf die Gemeinde, ihre Bürger zu kommen, welche Überlegungen zu machen sind, welche Risiken bevorstehen – wir konnten es spüren. Eine Gemeinde ist eben beinahe so etwas wie ein Unternehmen!

Interessant die Meinung von Udo Witschas zur Entwicklung des Lausitzer Seenlandes, zum Entstehen einer „Tourismuswirtschaft“ und des Marketings dieses Gebietes als eines der chancenreichsten Wirtschaftszweige unserer Region. Aber viel ist eben noch zu leisten, auch ein gutes Miteinander vieler Institutionen. Und dazu die anstehenden Sanierungsarbeiten an den Seen in unserer Nähe – sie sind auch noch ein Problem!

Hauptsache aber, wir ziehen an einem Strang hier in der Region und bauen keine Mauern auf – das war das Signal, das wir von Udo Witschas spürten und das schließlich auch überzeugte!

 

Exkursion zum Quarzwerk am 15.06.2010   -   “ Erfolg auf Sand gebaut”

Am 15.06.2010 starteten wir, die Seniorenakademie Hoyerswerda e. V., wieder einmal durch. Wir traten dazu in die Pedale oder gaben Gas. Als Ziel steuerten wir das Quarzsandwerk Hohenbocka, zugehörig zur Quarzwerke GmbH mit Sitz in Frechen, an. Nach einer Tasse Kaffee oder einem kühlen Getränk neben einem Kurzfilm zur Unternehmensvorstellung führte uns Werkleiter Volker Wenk durch den Betrieb.

Es ist erstaunlich, wie mit nur 19 Beschäftigten, aber eben hochmoderner Technik so eine Firma funktioniert. Wir erfuhren über Trocken- und Nasssand, Feinsand und Grobsand (je nach Körnung) und warum die Abnehmer eine jeweilige Sorte wählen. Jeden Werktag verlässt ein Zug den Betrieb. Eine fast ohne Personal mögliche Selbstabholung per Lkw mit Hilfe von gespeicherten Daten auf einer Kundenchipkarte ist jedoch ebenfalls möglich.

Herr Wenk erklärte uns, was den Quarzsand so einzigartig macht, z. B. gegenüber dem Ostseesand, der sich für die Glasherstellung oder Gießerei aufgrund von Unreinheiten (Mineralien) nicht eignet. Über Quarzsand hat vor vielen Jahren einmal Kohle gelagert. Durch Feuchtigkeit, die durch die Kohle auf den Sand gelangt ist, entstand eine Art Lauge, die den Sand gereinigt hat.

Unsere Führung dauerte über 3 Stunden. Die Zeit verging wie im Fluge, und wir waren wieder auf dem Heimweg mit neuem Wissen und vielen Eindrücken wie Sand am Meer. Noch einmal vielen Dank an Herrn Wenk und seine Mitarbeiter für diesen aufschlussreichen und schönen Vormittag.

 

Eine Bilanz zum Erleben! Hoyerswerda, den 15.12.2009

Es ist ein schönes „Ritual“ in der der Seniorenakademie Hoyerswerda: die Weihnachtsfeier. Herrliche Atmosphäre, eine gute Stimmung – und so lässt sich auch über Vieles reden. Natürlich erst einmal der Bericht des Vorsitzenden, Rainer Milde über all die vielen Veranstaltungen des Vereines: Vorträge, Seminare, Gespräche, Exkursionen, der Internetklub und vieles Andere noch – eine Lust zuzuhören und für das nächste Jahr auch wieder große Pläne zu schmieden. Für das erste Halbjahr ist ja auch schon ziemlich viel vorgesehen – es wird uns wieder Spaß machen, dabei zu sein.

Ein Aspekt verdient es hervorgehoben zu werden: unsere Partnerschaft mit dem Seniorenverein in Liberec: wie immer war bei unserer Feier Jiri Prawda dabei, begleitet von Günter Stierand und so konnten wir wieder unsere Gedanken austauschen. Auch da gibt es wieder Pläne zu gemeinsamen Veranstaltungen und Treffen.

Das Durchschnittsalter unserer 50 Mitglieder liegt ja nun inzwischen oberhalb der 70. Das ist auch etwas Besonderes: man kann bei solch einer Feier auch über „Biographien“ sich austauschen und man erlebt dabei immer wieder Überraschungen – die es auch wert wären, von unserer „Jugend“ wahrgenommen zu werden. Es ist nun mal so: ohne Vergangenheit auch keine Zukunft: wir sollten ab und zu auch auf unsere Senioren hören – so unsere Meinung.

 

So interessant kann Geschichte sein? Hoyerswerda, den 24.11.2009

Das Novemberseminar der Seniorenakademie Hoyerswerda hatte ein eigentlich nüchternes Thema: „Der zweite Weltkrieg und die Rolle der Diktatoren“. Wolfgang Schmitz, unseren Seniorenkreis durch verschiedene Gesprächsrunden und auch aus seiner beruflichen Tätigkeit bekannt, gab einen vielfältigen Gesprächseinstieg – als „Hobby-Historiker“, vor allem für jüngere Geschichte. Der Weltkrieg ist ja vielen von uns noch in deutlicher Erinnerung – aber welche Rolle spielten die damaligen „Diktatoren“, welche das Volk, die Bürger? Viele von Wolfgang Schmitz geschilderte Sachverhalte zeichneten ein Bild mit all den schlimmen Folgen.

Nun müssen wir aber auch lernen: Rattenfänger dürfen solche Chancen nicht mehr bekommen – und wir haben trotz vieler akuter Probleme eine Zuversicht: unsere demokratische Kultur ist ein wirksames Mittel. Förderalismus, so problematisch er in verschiedenen Fragen ist (denken wir nur an das Bildungssystem), er ist ein Zeichen, dass wir, eben die Deutschen gelernt haben aus unserer Geschichte: das war auch das Gefühl nach der intensiven Diskussion am Ausklang des Seminars.

 

Stahl- und Schmiedeindustrie in Sachsen Hoyerswerda, den 13.10.2009

Es sollte einmal ein Eindruck auf die Dimensionen in der Produktion der Stahlindustrie vermittelt werden. Dazu fuhr ein voll besetzter Bus mit Mitgliedern der SENAK Hoyerswerda und Lauta am 13.10.09 zum Schmiedewerk Gröditz.

In 3 Besichtigungsgruppen wurden uns durch ehemalige, jetzt im Ruhestand befindliche Mitarbeiter, die Fertigungsprozesse der Ringgussanlage, der Elektroschmelzöfen, der Formgussanlage, der Schmiede und des Bearbeitungszentrums erklärt.

Mit Helm, Schutzkittel begann die mehr als 2- stündige Führung durch das Werk.

Überwältigt waren wir von den riesigen Dimensionen der Anlagen, die aber in Abhängigkeit von der Größe der Produkte notwendig sind. Wir konnten einen Schmiedeprozess an einer 60 MN Presse verfolgen und waren davon sehr beeindruckt. Die Ausrichtung der Firma auf Spezialstahllegierungen für Großteile wie z.B.: Kurbelwellen (Schiffsdiesel), Zahnräder (3-4 m Durchmesser), riesige Gehäuseteile, Platinen für Presswerkzeuge der Autoindustrie mit Gewichten bis zu 25 Tonnen, begründet ihre stabile internationale Stellung. So sahen wir bereitgestellte Ware, die nach China, Indien usw. geht. Uns wurde mit dieser Besichtigung der Eindruck vermittelt, dass es in Deutschland auch weiterhin in klassischen Industriezweigen durch Spezialisierungen möglich ist im globalen Markt zu bestehen.

Zum Ausklang und zur Entspannung führte uns der Weg noch nach Zabeltitz zum Mittagessen in die Parkschänke und zu einer Führung zum Schloss und durch den Schlosspark. Unweit von Großenhain gelegen, war dieses barocke Kleinod den meisten Teilnehmern nicht bekannt. 

 

Denkmale auch bei uns! Hoyerswerda, den 26.09.2009

Zum Tag des Denkmals hatten wir, Mitglieder und Freunde der Seniorenakademie Hoyerswerda, keinen so weiten Weg hinter uns bringen müssen, um etwas zu erleben: wir gingen nach Neida. Der passionierte Denkmalpfleger Klaus Große nahm uns „an die Hand“ und zeigte uns viele Dinge, an denen wir achtlos vorbeigegangen sind: die Struktur des „Straßendorfes“ Neida, die ehemalige Durchquerung durch die Bahnstrecke nach Bautzen, den (ehemaligen) Weinberg – mit seinen (nach heutigen Maßstäben) kümmerlichen Ertrag von 80 l, die Verläufe der Straßen im Mittelalter – aber auch die vielen, inzwischen wieder schönen alten Häuser.

So sind wir wieder einmal unserer Heimat näher gekommen!

 

Mit Freunden unterwegs in der Lausitz Hoyerswerda, den 26.09.2009

Die Seniorenakademie Hoyerswerda unterhält nun schon seit 9 Jahren zu einem ähnlichen Verein in Liberec eine für beide Seiten produktive Verbindung. Unlängst waren unsere tschechischen Freunde wieder einmal bei uns zu Gast, drei Tage sahen sie viel von der Lausitz – dank auch des schönen Wetters. Auch für uns ist es immer wieder interessant zu erleben, wie sich unsere Gäste an ihren Schönheiten erfreuen – sie stärken ja dadurch auch unser Selbstbewusstsein!

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der Krabatmühle in Schwarzkollm, nicht nur wegen der Bauten, die dort – teilweise fertig, teilweise im Entstehen begriffen – schon eine „tolle“ Vorstellung von den Zielen spüren lassen. Viel beeindruckender war das Auftreten von Gertrud Winzer, der Vorsitzenden des Vereines „Krabatmühle-Schwarzkollm“: welche Ziele sie sieht, welches „Handwerkszeug“ sie benutzt, wie sie Leute animiert mit zu machen, kurzum mit welcher Energie sie ihre große Idee verwirklicht. „Ein wenig verrückt bin ich schon“ – so ihre Worte auf die Frage, wie sie das eigentlich alles bewältigen können.

Es war für unsere tschechischen Freunde – und auch für uns – ein großes Erlebnis!

 

Finanzen und die Finanzkrise Hoyerswerda, den 22.09.2009

Die Thematik des jüngsten Seminars in der Seniorenakademie Hoyerswerda hatte es wieder in sich. So war es produktiv, einen verständlichen Einstieg zu Thema geboten zu bekommen: Professor Dr. Hubertus Domschke von der Hochschule Lausitz hat dies in glänzender Manier geschafft.

Es überzeugte schon die geschichtliche Betrachtung: Krisen hat es in den vergangenen 100 Jahren viele gegeben, wobei sie meist in drei bis fünf Jahre überwunden waren. Warum haben wir daraus nicht gelernt? Nun ja, wenn man die aktuelle Krise in ihrer Entstehung betrachtet, so sieht man, wie problematisch es ist, dass Politiker diese komplexen Situationen übersehen können, handlungsfähig bleiben und auch immer ein wenig an Gerechtigkeit denken. Und noch vieles kommt hinzu: Globalisierung. Kann man durch die Vielzahl total unterschiedlicher Steuersysteme in den einzelnen Ländern trotz länderübergreifender Wirkung des Marktes überhaupt noch etwas tun?

Und dann noch die Wahlen und die Versprechungen der Politiker – das allein wäre schon ein Thema für sich!

So war es diesmal wie schon so oft bei unseren Seminaren: Nachdenken über viele Seiten unserer Gesellschaft – so gingen wir nach Hause!

 

Die vielen Gesichter der Lausitz Hoyerswerda, den 15.09.2009

Zur Herbstexkursion der Seniorenakademie Hoyerswerda konnten neulich die über 40 Teilnehmer wieder neue Seiten der Lausitz erleben: zunächst ihre „Schokoladenseite“ in Horno. Dabei war nicht nur zu bewundern, wie gut sie schmeckte, wie man sie künstlerisch gestalten konnte, sondern auch die abenteuerliche Geschichte der Entstehung dieser „Fabrik“ (denn es ist ja eher ein Künstleratelier), den Mut des belgischen Ehepaares.

Aber auch die Kirche in diesem Dorf war zu bewundern: der herrliche Turm, die farbigen Glasfenster, die Ausstellung „ländlichen Gerätes“ – bis hin zu Erleben einer 750-jährigen Eiche im Hof. Man stelle sich vor, ein Lebewesen, das den Bauernkrieg schon mitgemacht hat!

Dann noch die anderen „Gesichter“: Bohsdorf mit seinem „Laden“ – und das Erbe Erwin Strittmatters. Nicht nur das historische Gebäude und seine Einrichtung waren es, die Staunen hervorriefen: in der daneben liegenden Begegnungsstätte – wir kennen ja etwas Ähnliches auch in Hoyerswerda – konnte man viel erfahren über Erwin Strittmatter, ja regelrecht „erleben“. Sehr rührig die Vertreterin des Vereines, die mit hoher Kompetenz über ihn und sein Erbe „für uns heute“ etwas zu sagen wusste (und mich wieder mal zu den Büchern greifen ließ und einen „Strittmatterabend“ für mich provozierte).

Und noch etwas ganz Anderes: dass es in Bohsdorf auch einmal eine Grube gab, die bis in die dreißiger Jahre Kohle lieferte (gegenüber vom Laden der Hunt wies darauf hin, fast hätten wir „der Steiger kommt“ gesungen. Natürlich auch die Lausitzer Landschaft, die inzwischen erreichte Schönheit der Dörfer, die Wälder, die Sonnrosenfelder.

Wir waren wieder einmal begeistert von unserer Heimat!

 

Klimaschutz braucht Taten Hoyerswerda, den 26.05.2009

So etwa konnte man das Thema überschreiben bei der neusten Runde des Gesprächskreises Wirtschaft der Seniorenakademie Hoyerswerda. So ist auch die Broschüre der Landtagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen des Sächsischern Landtages überschrieben, die Ausgangspunkt des Gespräches war, vorgestellt durch unser Mitglied Gerhard Schlegel. Viele Ansätze dieser Partei waren erst einmal wahrzunehmen: Zahlen zur Senkung des CO2-Ausstoßes, zu den Perspektiven für erneuerbare Energien in Sachsen – aber auch zur Kritik an der Rolle der Braunkohle an der Energieversorgung, der Handhabung des Handels mit Verschmutzungsrechten, des unzureichenden Wettbewerbes auf dem Energiesektor – eine Menge Informationen. An praktischen Beispielen der Nutzung der Windenergie in Sachsen – immerhin sind es ja inzwischen 779 Anlagen mit 844 MW installierter Leistung – konnten wir dann auch viele Fragen der „Energiewende“, die uns bevorsteht, diskutieren. „Energieautarkie“ war so ein Wort, das weitere Diskussionen auslöste und was tun, wenn kein Wind weht?

So hatten wir wieder ein umfangreiches Programm und sind mit einer Menge Fragen nach Hause gegangen – das ist ja indirekt unser Ziel!

 

Wie entwickelt sich Hoyerswerda im Herzen des Seenlandes? Hoyerswerda, den 28.04.2009H

Das Aprilseminar der Seniorenakademie Hoyerswerda hatte Henry Nitzsche als Vortragenden zu Gast. Sein Thema: Entwicklung im „Nordraum“ des Kreises Bautzen – so wie sie eine Zukunft bringt. Nun ist Henry Nitzsche nicht ein „abgehobener“ Bundestagsabgeordneter, sondern er hat ja feste Wurzeln zu unserer Region, hat vieles mit gestaltet, erkämpft. So war sein Vortrag auch sehr deutlich geprägt von den Visionen einerseits, aber noch stärker vom Erfordernis „kämpferischer Bürger“ – sollen die Ziele auch erreicht werden. Natürlich spielte eingangs auch die „Krise“ eine Rolle, ihre finanzielle Seite belegt mit kaum fassbaren Zahlen.

Trotzdem hat Henry Nitzsche uns Mut gemacht, sich einzumischen, mitzumachen, zu kämpfen, auch wenn erst einmal ein wahrer Dschungel der Bürokratie es schwer macht, es Auswüchse des Förderalismus gibt, die gerade dem Seenland schaden können – und vieles andere. Aber Hoffnung können wir haben!

 

Warum in die Ferne schweifen? Hoyerswerda, den 21.04.2009Hoyerswerda, den 21.04.2009

Eine weitere April-Exkursion der Seniorenakademie Hoyerswerda ging in eine für uns, die wir überwiegend eine „Kohle-Biografie“ haben, in eine gänzlich andere Richtung: nach Kotten zur „Krabat-Milchwelt. Es ist wirklich eine „Welt“ und wir staunten.

Tobias Kockert, Josef Klank und Petra Gruhl nahmen sich die Zeit, uns ihre Welt vorzustellen (ziemlich genau mit vielen Zahlen), sie uns (im wahrsten Sinne) schmackhaft zu machen und uns zu begeistern - was ihnen auch gelang. Wer von uns hätte so etwas in „unserer Lausitz“ vermutet?

Nun ja, von den Senioren haben ja viele auch „die alte Zeit“ erlebt, mussten – wie ich – Kühe hüten. Allerdings hatten sie damals noch ihre schönen Namen: Erna, Anna, Emma – und nicht nur einen Ohrclip, der sie identifizierte. Dabei hat mich die „88303“ doch recht nett angeschaut.

Beeindruckend auch die Geschlossenheit der „Technologie“ in diesem Komplex – bis hin zur energetischen Nutzung der Abfälle, aber auch die durchaus verständlichen Aktivitäten zur Vermarktung der erzeugten Produkte – deshalb auch die Einladung zum Großen Bauernmarkt dort am 3.5. diesen Jahres. Man spürte: die Milchwelt passt in unsere Gesellschaft!

Es war für uns ein großes Erlebnis!

 

Bilanzen - immer eine Chance zur Besserung Hoyerswerda, den 24.03.2009

Unlängst die Jahresmitgliederversammlung in der Seniorenakademie Hoyerswerda, zunächst ja ein formales Ritual, eben Vereinsrecht. Aber auch immer wieder eine Chance, etwas besser zu machen. So auch bei uns. Der Bericht zur „Arbeit“ des Vereines seit Oktober 2007, vorgetragen durch den Vorsitzenden, Rainer Milde, ging auf die vielen Aktivitäten ein: Vorträge, Gespräche, Exkursionen, der Internet-Klub, die internationale Zusammenarbeit mit dem Partnerverein in Liberec, die Praktika, die Mitwirkung im Landesseniorenverband Sachsen, die Öffentlichkeitsarbeit – es war eine ganze Menge zum Anhören.

Natürlich alles nicht so einfach: das Durchschnittsalter der 51 Mitglieder ist inzwischen auf über 70 Jahre geklettert – und das ist schon zu beachten. Deshalb auch der Aufruf zu Mitgliederwerbung, nicht einfach in unserer Stadt. Gut auch die Überlegungen, im „Seniorennetzwerk“ der Stadt mitzuwirken und Veranstaltungen „wohngebietsnäher“ zu machen.

Dann der hoffnungsvolle Teil der Veranstaltung: der Blick nach vorn, die in nächster Zeit geplanten Veranstaltungen, Seminare, Exkursionen.

Natürlich gab es auch einen Bericht zu den Finanzen, ein Bericht der Revisionskommission, eine intensive Diskussion.

Es ist das wesentliche Ziel unseres Vereines, für Senioren einen Raum für „soziale Kontakte“ zu bieten, eine Möglichkeit, seinem Leben auch in diesem Alter einen Sinn zu geben!

 

Jägermeister - und kein Mensch zu sehen! Hoyerswerda, den 25.02.2009

Ein edles Produkt – es war gut zu schmecken beim kürzlichen Besuch der Seniorenakademie Hoyerswerda im Kamenzer Werk der Firma Jägermeister. Dort, wo sich einst Dutzende Menschen tummelten – nun machen alles Maschinen, natürlich gut darauf ausgerichtet, gut programmiert – aber eben „nur“ Maschinen.

Wir hatten das Gefühl, in der Welt „von morgen“ zu sein. Wird es überall so werden?

Natürlich, Konkurrenz, Globalisierung, Shareholder-Value, Effizienz. Wenn aber alle Fabriken so sind – was bleibt dann noch für uns, für die Menschen? Nun ja, so ist die Zeit heute: moderne, menschenleere Fabriken, der Mensch eben Konsument – hoffentlich. Man konnte als Techniker – der wir vorwiegend sind - nur staunen, als Mensch aber nachdenklich werden!

 

Ein Anthropologe und Ingenieure staunen! Hoyerswerda, den 17.02.2009

Unlängst das Februar-Seminar in der Seniorenakademie Hoyerswerda mit einem für die meisten Mitglieder ungewöhnlichen Thema: Ein Anthropologe sucht Stoff in Hoyerswerda für seine Doktorarbeit an der Universität Cambridge– und hat schon viel aufgespürt. Felix Ringel, inzwischen vielen Leuten in Hoyerswerdabekannt.

Zunächst stellte er sich vor: Seine Ausbildung, aber auch seine Vorstellung von seinem Berufsziel. Und dann wurde es spannend: Was hat er in Hoyerswerda gesehen, erlebt, verstanden? Wie ist er mit den „Leuten“ bisher klargekommen, wie wird er angenommen, verstanden?
Aber was noch interessanter wurde: Welche Erkenntnisse hat er hier gewonnen, was kann er uns sagen, was ist es wert, diskutiert zu werden?

Wo sollten wir nachdenklich werden, optimistisch, kritisch? Welche Erkenntnisse sind es wert, auch „auf höherer“ Ebene einmal betrachtet, diskutiert zu werden?

Es war wieder einmal ein Vormittag voller interessanter Gedanken.

Bald wird Felix Ringel wieder nach Cambridge zurückgehen und seine Arbeit abschließen. Er hat uns aber auch wissen lassen, dass er gern in Hoyerswerda ist und uns auch später einmal mit den Ergebnissen seiner Arbeit bekannt machen wird.

 

Wir haben Zukunft! Hoyerswerda, den 27.01.2009

Für die Hoyerswerd´schen ein neuer Ton: Optimismus, beinahe an die Losungen Obamas erinnernd. So konnte man die Stimmung zum Januar-Seminar in der Seniorenakademie Hoyerswerda beschreiben, geschuldet dem Gast, Christine Neudeck und ihrem Thema: „Kulturerbe Industrieller Wohnungsbau in Hoyerswerda-Neustadt 1955 – 1989“ und ihrer Losung dazu „Wir sind noch nicht zu alt, um etwas zu verändern!“

Die Geschichte des industriellen Wohnungsbaues in Deutschland beginnt ja schon vor mehr als 100 Jahren, wichtige Namen und Bauwerke machten das deutlich – auch die zum Weltkulturerbe zählende Siemensstadt in Berlin lässt Hoyerswerda-Neustadt erahnen. Allein diesen Weg aufzuzeigen und spüren zu lassen – das war schon beeindruckend, auch die Vielfalt der Nutzung des Baustoffes „Beton“ in Verbindung mit Stahl – welche Möglichkeiten! Und die Namen – bis hin zu Richard Paulick, der schließlich die Neustadt prägte.

Aber vor allem: die Auffassung von „Stadt“, von den Vorstellungen zum Leben in ihr, zu den „kurzen Wegen zur Natur“ und vielen anderen – es beeindruckte! „Allein mit wissenschaftlichen Erkenntnisse kann man keine Stadt bauen“ – so Paulicks Meinung – wie schön, heute so etwas zu hören, wo es (beinahe) nur um das Geld geht!

Und in der Diskussion schließlich auch die Mahnung an die Bürger: ihr müsst mitmachen, aktiv sein, euch einmischen, eben gestalten – so dann der Aufruf an uns, die wir erst einmal zuhörten!  

 

 

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