15.02.2011

 

SENAK machte Abstecher nach Chemnitz

 

Am 15.02.2011 war es wieder einmal soweit: Die Mitglieder der Seniorenakademie Hoyerswerda e. V. wollten eventuelle Wissenslücken zur Industriegeschichte Sachsens schließen.

Unser Ziel war das, im Jahre 2003 in den Gebäuden einer ehemaligen Gießerei neu eröffnete, Industriemuseum in Chemnitz. Dieses Haus spiegelt mit ca. 2000 Exponaten die sächsische Industrie- und Wirtschaftsgeschichte im Raum Deutschland und im europäischen Kontext wider. Originale aus 200 Jahren wurden uns auf interessante Weise präsentiert. Wir erfuhren sehr viel über unser Bundesland. Für Sachsen war das 19. Jahrhundert eines der spannungs- und erfolgreichsten in seiner Geschichte. Es war der zum modernsten und innovativsten entwickelte Wirtschaftsraum Deutschlands. Sachsen konnte aufgrund einer Verfügbarkeit relativ gut zugänglicher Naturressourcen wie Bodenschätze, Wasserenergie und Holz sich zu einer Region technisch versierter Handwerker und Gewerbetreibenden entwickeln. 1895 lag der Anteil der im Handwerk, Gewerbe und entstehender Industrie Beschäftigten bei 56 % gegenüber dem Reichsdurchschnitt von ca. 38 %. Sachsen wurde zum stärkstbesiedelten Flächenstaat. Das Land hatte weiterhin wichtige Voraussetzungen wie Kapital, innovationsfreundliches unternehmerisches Potenzial, ausgedehnte Handelsbeziehungen und aufgrund frühindustriellen Milieus und eines guten Bildungswesen eine vorhandene Aufgeschlossenheit gegenüber technischen und wirtschaftlichen Neuerungen. Besonders um die Großstädte Chemnitz, Leipzig und Dresden entstanden industrielle Ballungsgebiete unter dem Motto: „In Chemnitz wird gearbeitet, in Leipzig gehandelt und in Dresden geprasst…“; na, ganz so war es sicher nicht.

In 2 Gruppen wurden wir durch das Museum von mit ausgezeichnetem Wissen vermittelnden Mitarbeitern geführt und wir wurden anschaulich von der technischen Kreativität unserer Vorfahren überzeugt. So erlebten wir Einblicke in das Autoland Sachsen, den Maschinenbau in all seinen Fassetten, in den Dampflokomotivenbau, des Büromaschinenbaus, der Kameraindustrie, also in all das, was Sachsen so auszeichnete. Wie interessant ist es anzusehen, wie eine Dampfmaschine arbeitet, was für Fahrzeuge hergestellt wurden oder wie die Herstellung von Kleidung von der Faser an erfolgte.

Mit vollen positiven Eindrücken beladen begaben wir uns zu einer Stärkung in den „Platner Hof“, wo unseren Gaumen leckere sächsische Köstlichkeiten serviert wurden.

Danach brachte uns unser Busunternehmen Beck zu unserem letzten Höhepunkt des Tages, nämlich zum „ Schloß Klaffenbach“. Hier konnten wir individuell das Schloß besichtigen, die Umgegend erkunden oder auch eine Tasse Kaffee trinken.

Unter der Lichtregie der Sonne war es nun an der Zeit den Rückweg anzutreten. Unter der Fülle dieser positiven Eindrücke erfüllte es uns mit Stolz in so einem Bundesland zu leben. Ein schöner erlebnisreicher Tag ging so für uns zu Ende.